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Produktpolitik (product)
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Allgemeines
Die Produkt-
Begriff
Unter Produktpolitik versteht man alle Tätigkeiten, die mit der Auswahl und Weiterentwicklung eines Produktes oder eines Produktbündels sowie dessen Vermarktung zusammenhängen. Produktpolitik ist für ein Unternehmen von Bedeutung, wenn in einer sich verändernden Umwelt – in erster Linie Verbraucher, Lieferanten und Mitbewerber – der Absatz gesichert oder gesteigert werden soll.
Aufgaben
Die Produktpolitik gliedert sich im Wesentlichen in folgende Aufgabenfelder:
Neben der Notwendigkeit zur Produktinnovation und -
Nach der Innovationsneigung des Anbieters kann ein Pionierverhalten verschiedene Chancen und Risiken mit sich bringen. Der Abschöpfungspreisstrategie mit ihrem Risiko der so genannten Sunk Costs aufgrund größerer Ungewissheit über die weitere Marktentwicklung steht hierbei das Verhalten der frühen Nachahmer gegenüber, bei denen ein geringeres Risiko aufgrund Fehlervermeidung mit dem Nachteil der Überwindung von Marktbarrieren erkauft wird.
Der so genannte Modifikator hat hingegen die Chance auf Besetzung einer Marktnische, seine Risiken sind geringe Spielräume und hohe Markteintrittsbarrieren.
Die so genannten Nachzügler haben die geringsten Marktrisiken sowie Forschungs-
Planung neuer Produkte
Jedes Produkt, das vom Kunden als neuartig wahrgenommen wird, ist eine Produktinnovation.
Diese Innovation kann von den Kundenwünschen ausgegangen sein (Market Pull) oder
auf einer technologischen Entwicklung (Technology Push) beruhen. Aufgrund der immer
kürzeren Produktlebenszyklen ist die Entwicklung neuer Produkte für ein Unternehmen
sehr wichtig. Grundlage hierfür ist das Innovations-
Unter Marktinnovation versteht man, dass ein entsprechendes Angebot erstmals am Markt verfügbar ist. Dafür wurde auch der Begriff „absolute Innovation“ geprägt. Unternehmensinnovation bezeichnet ein Angebot, das nur für das betreffende Unternehmen neu ist, nicht jedoch für den Markt an sich. Man spricht in diesem Fall auch von „relativer Innovation“. Bei der Produktinnovation handelt es sich um ein vermarktungsfähiges Produkt/Angebot, welches am Markt absolut oder relativ neu ist, während eine Verfahrensinnovation eine neue Methode zur Erstellung eines marktfähigen Angebotes darstellt, die selbst nicht marktfähig ist.
Relevant bei der Planung und Einführung neuer Produkte ist die Beachtung von Adoptions-
Programmpolitik
Die Gesamtheit aller von einem Unternehmen angebotenen Produkte wird als Produktprogramm, Produktportfolio oder Sortiment bezeichnet. Das Produktprogramm kann hinsichtlich zweier Dimensionen gestaltet werden. Die Programmbreite gibt die Anzahl der nebeneinander bestehenden Produktlinien an. Im Gegensatz dazu beschreibt die Programmtiefe die Anzahl der Modellvarianten innerhalb einzelner Produktlinien. Ändern sich die Kundenbedürfnisse und/oder die Produkte der Mitbewerber, so muss das Produktprogramm diesen angepasst werden. Dabei sind vier Veränderungen möglich:
Eine spezielle Visualisierungs-
Zum produktpolitischen Gestaltungsspielraum zählen:
Markenpolitik
Neben dem Leistungskern und der Verpackung ist auch die Markierung ein Produktelement. Die Markenpolitik hat die Aufgabe, letztlich weitgehend austauschbare Produkte zu einer alleinstehenden Marke zu stilisieren und eine Unterscheidbarkeit zu Konkurrenzprodukten herzustellen. Markenartikel geben dem Verwender Sicherheit beim Einkauf, weil sie nicht mehr anonym sind. Die wesentlichen Eigenschaften und Aufgaben einer Marke sind:
Innerhalb des Markenmanagements gibt es zahlreiche Entscheidungsfelder. Eine Markenstrategie
kann hinsichtlich der Reichweite, der Positionierung und der Architektur definiert
werden. Besonders die Architektur hat weitreichende Folgen und lässt sich nicht so
leicht ändern. Hier ist zwischen einer Einzelmarken-
Ein weiteres wichtiges Entscheidungsfeld ist es, ob ein Unternehmen eine Markenerweiterung (auch: Markentransfer) durchführen soll oder nicht. Auf der Suche nach neuen Wachstumsmöglichkeiten übertragen Unternehmen oft bereits etablierte Markennamen auf bisher nicht angebotene Produkte. Durch den damit verbundenen Transfer von Vertrauenskapital kann man schnell und mit niedrigen Einführungskosten hohe Marktanteile erzielen (Berend 2002).
Innerbetriebliche Organisation
Die organisatorische Eingliederung der Produktpolitik ist je nach Branche und Unternehmensgröße unterschiedlich. Sie kann z. B. als Stabsstelle, als Linie, in der Matrixorganisation oder in unterschiedlichen Funktionsbereichen wie Einkauf, Produktion oder Marketing erfolgen.
Die operative Verantwortung für die Programm-
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